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Übungen 2018

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21.04.2018,

Atemschutz-Abschnittsübung 2018

Einsatzleiter: OBI Norman Groba

Brand in der Volkschule Ardning

Am 18. Mai wurde die alljährliche Atemschutz-Abschnittsübung des Feuerwehrabschnittes Admont, die heuer von der Freiwilligen Feuerwehr Ardning ausgerichtet wurde, abgehalten.

Die 61 Mitglieder umfassende FF-Ardning ist für die Sicherheit von rund 1251 Einwohner im ca. 28 Quadratkilometer umfassenden Löschbereich zuständig. Darunter fallen neben einigen Gewerbeobjekten, die örtliche Volkschule inkl. Kindergarten und Mehrzwecksaal, auch rund 4,6 km Bundesstraße (B146) und 6 Kilometer Autobahn (A9-Pyhrnautobahn). Zusätzlich ist die Freiwillige Feuerwehr Ardning, als Stützpunktfeuerwehr für Tunneleinsätze im zweiröhrigen A9-Bosrucktunnel mit einer Länge von 5,5km, dem zweiröhrigen A9-Selzthaltunnel mit einer Länge von einem Kilometer, sowie dem einspurigen Eisenbahntunnel mit einer Länge von 4,7km zuständig.

Den Beginn der Atemschutz-Abschnittsübung machte die Übungsvorstellung der austragenden Wehr an die Delegierten und Übungsbeobachter. Hierzu konnte Kommandant HBI Rene Lesch zahlreiche hochrangige Feuerwehroffiziere und politische Verantwortungsträger begrüßen, darunter den Abschnittsfeuerwehrkommandanten ABI Peter Mayer (Abschnitt 01 – Admont), den Bereichsatemschutzbeauftragten HBI Hochreiner Robert, sowie Bürgermeister Reinhard Metschitzer.

Übungsziel/Übungsablauf

Ziel der jährlichen Atemschutz-Abschnittsübung ist es, im Besonderen die Themen Kommunikation, Koordination, Zusammenarbeit und Einsatzleitung bzw. Atemschutzsammelplatz auf Abschnittsebene zu üben.

Der Einsatz von schwerem Atemschutz ist bei sehr vielen Feuerwehreinsätzen notwendig und erfordert neben einer guten körperlichen Fitness auch Teamfähigkeit, Vertrauen und Koordination von den eingesetzten Einsatzkräften. Um auch für größere Einsatzszenarien bestens gerüstet zu sein, üben die Atemschutzgeräteträger des Abschnittes immer wieder gemeinsam in Großübungen diese Zusammenarbeit und Koordination. Die Erfahrungen die dabei gezogen werden können sind für den Einsatzerfolg im Ernstfall wesentlich. “, so Abschnittsatemschutzbeauftragter OBM Michael Schlömicher (FF-Ardning) im Rahmen dieser Übung.

Gegen 19:03 Uhr erfolgte anschließend die Alarmierung mittels Sirenenalarm und SMS-Benachrichtigung der ortszuständigen Feuerwehren Ardning und Frauenberg/Enns  mit dem Alarmstichwort „S03-Übung Zimmerbrand in der Volksschule Ardning. Mehrere Personen vermisst“. Diese rückten entsprechend der Alarm- und Ausrückeordnung unter der Einsatzleitung von OBI Norman Groba mit MTF-A, LF und RLFA-T 2000/200 zum Einsatzort aus.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte und der anschließenden Lageerkundung durch den Einsatzleiter wurde festgestellt, dass es im ersten Untergeschoss der Volkschule Ardning zu einem Brandgeschehen gekommen war. Die enorme Rauchentwicklung führte bereits zu einer massiven Rauchverschleppung im gesamten Schulgebäude und verhinderte, einer bis dato unbekannten Anzahl an Personen, die Flucht aus dem Gebäude.

Aufgrund der vorgefundenen Schadenslage, sowie der akuten Gefahr einer weiteren Brandausbreitung veranlasste OBI Groba daher sofort den Nachalarm der Feuerwehren Hall, Weng, BtF Stia und Johnsbach mit Atemschutzgeräteträgern.

"Menschenrettung und Brandbekämpfung in mehreren Gebäudeteilen der Volksschule Ardning", lauteten die anschließenden Einsatzaufträge an die 6 Atemschutztrupps. Neben der Brandbekämpfung mittels zwei C-Hohlstrahlrohren, mussten insgesamt 10 Menschen, teilweise mittels Tragetuch und Fluchtfilterhauben, aus dem verrauchten Gebäude gerettet werden.

Dem nicht genug waren auch die bereitgestellten Atemschutzrettungstrupps (ATS-Rettungstrupp) gefordert. Ein Atemschutztrupp verlor während der Löscharbeiten im verwinkelten Kellergeschoss die Orientierung und musste vom ATS-Rettungstrupp aufgefunden und sicher aus dem Gefahrenbereich gerettet werden. Ebenso fordernd war vor allem auch die eingeschränkte Sicht (Kunstnebel), welche besondere Herausforderungen an die Atemschutzgeräteträger stellte. Nicht zuletzt erfolgte die Orientierung und Objekteinweisung der Einsatzkräfte vor dem Betreten des Gefahrenbereiches mittels eines Brandschutzplans durch die Einsatzleitung vor Ort.

Parallel zu diesen Maßnahmen erfolgte die Installation eines Atemschutzsammelplatzes (ASSP) als taktisches Führungsinstrument für einen koordinierten Atemschutzeinsatz mit mehreren parallel eingesetzten Trupps. Hier wurden neben dem Fülldienst am Bereichsatemschutzstützpunkt in Liezen auch die Registrierung und Dokumentation (Rettungs-, Reservetrupps  etc.) organisiert. Die Einsatzüberwachung der eingesetzten Atemschutztrupps wurde durch die einzelnen Gruppenkommandanten sichergestellt.

Schlussbesprechung

Nachdem alle Feuerwehren ihre zugeteilten Übungsaufgaben erfolgreich abgearbeitet hatten, trafen sich die KameradenInnen im Rüsthaus Ardning zu einer kurzen Nachbesprechung.

In dieser Schlussbesprechung wurde von allen Beteiligten die Wichtigkeit des Atemschutzes im Feuerwehrwesen hervorgehoben, aber auch die Notwendigkeit einer strukturierten und koordinierten Einsatzführung im Atemschutzeinsatz angesprochen.

"Atemschutz ist heutzutage eine unerlässliche persönliche Schutzausrüstung bei einer Vielzahl von Feuerwehreinsätzen. Die Sicherheit der eingesetzten Atemschutzgeräteträger, aber auch die Sicherstellung eines koordinierten und zielgerichteten Einsatz ist dabei das A und O für jede Einsatzleitung", so ABI Peter Mayer im Rahmen der Schlussbesprechung.

Bevor die Mannschaften wieder ihre Heimreise antraten, durfte die Übung bei Speis und Trank einen gemütlichen Ausklang nehmen.

Im Einsatz waren:
FF Ardning mit MTF-A, LF
FF Frauenberg/Enns mit RLFA-T 2000/200, MTF-A
FF-Hall mit RLFA 2000
FF-Weng mit HLF1-LB
FF-Johnsbach mit KRFS-Tunnel
BtF Stia mit MTF-A

Bericht: OLM Mag. Gilbert Sandner - Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit/ Abschnitt 01 - Admont


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